Terminvereinbarung

Dr. Lara Winterhoff

Tel. 04941 60449595

Arthrose

Sattelgelenksarthrose („Rhizarthrose“)

Hintergrund und Symptome

Arthrose im Daumensattelgelenk ist eine der häufigsten Verschleißerkrankungen der Hand. Sie tritt im mittleren und höheren Lebensalter auf. Ihre Entwicklung ist anlagebedingt. Eine spezielle Ursache für die Entstehung ist nicht bekannt. Der Verlauf der Sattelgelenksarthrose kann auch durch vorbeugende Maßnahmen nicht entscheidend beeinflusst werden.

Häufige Symptome sind Schmerzen an der Basis des Daumens beim festen Zufassen. Bei Belastung kommt es zu plötzlich einschießenden Schmerzen. Das Voranschreiten des klinischen Beschwerdebildes ist individuell.

Diagnostik und Behandlung bei Sattelgelenksarthrose

Neben einer klinischen Untersuchung ist eine Röntgenaufnahme des Daumensattelgelenkes in zwei Ebenen ist zur Diagnosestellung ausreichend.

In frühen Stadien kann eine konservative Behandlung die Beschwerden zunächst lindern. Zu den häufig angewandten konservativen Verfahren gehören eine vorübergehende Schienenruhigstellung des Daumensattelgelenks, eine lokale oder systemische Schmerzmedikamentation bzw. eine Medikamenteninjektion (Kortison) in das Gelenk. Die Wirksamkeit einer konservativen Behandlung ist von unterschiedlicher Dauer, der Erfolg sehr unterschiedlich. Die Entwicklung der Veränderungen kann, wie auch bei anderen Arthroseformen, durch die konservative Behandlung nicht beeinflusst werden.

Die Notwendigkeit einer operativen Therapie ist individuell und richtet sich nach der Intensität der Beschwerden und des subjektiven Leidensdrucks.

Operative Behandlungsmöglichkeiten der Sattelgelenksarthrose

  • Eigenfetttransplantation

In frühen Stadien der Daumensattelgelenksathrose kann eine Eigenfetttransplantation zur Verbesserung der bestehenden Beschwerden führen. Hierbei wird körpereigenes Fettgewebe an einer beliebigen Stelle des Körpers abgesaugt und in den Gelenkspalt eingebracht.

Postoperativ ist eine einwöchige Schienenruhigstellung erforderlich.

  • Arthroplastik

Mit der operativen Entfernung des ersten Handwurzelknochens („Os trapezium“) bei Sattelgelenksarthrose kann in den meisten Fällen eine deutliche Schmerzlinderung erzielt werden. Im Rahmen dieser operativen Therapie erfolgt eine Aufhängung und Stabilisierung des ersten Mittelhandknochens durch einen Sehnenstreifen. Es dauert einige Zeit und die Patienten brauchen etwas Geduld, bis nach der Operation wieder ein kraftvolles Zufassen und schmerzfreie Belastung möglich sind.

Arthrosen in den Fingerendgelenken

Hintergrund und Symptome

Arthrosen an den Fingergelenken sind häufig anlagebedingt. Eine spezifische Ursache ist in den meisten Fällen nicht bekannt. Die schmerzhafte Beschwerdesymptomatik ist sichtlich Intensität und Verlauf individuell.

Diagnostik und Behandlung

Zur Diagnosestellung ist eine einfache Röntgenuntersuchung in den meisten Fällen ausreichend. Nur sofern ein Verdacht besteht, dass eine entzündliche Erkrankung (Rheuma) oder eine Stoffwechselerkrankung (Gicht) vorliegt, sind zusätzlich Blutuntersuchungen notwendig.

  • Gelenkersatz: Im Gegensatz zu Hüft- und Kniegelenksendoprothesen gibt es bisher keinen zuverlässigen Gelenkersatz im Bereich der Fingergelenke.
  • Versteifung des Gelenks: Eine Versteifung kann in vorgeschrittenen Arthrosestadien entsprechend der individuellen Beschwerdesymptomatik angezeigt sein.