Terminvereinbarung

Dr. Lara Winterhoff

Tel. 04941 60449595

Kubitaltunnelsyndrom

Symptome

Das Kubitaltunnelsyndrom (Sulcus-ulnaris-Syndrom) entwickelt sich langsam. Im frühen Stadium können zunächst Missempfindungen im Bereich des Ring- und Kleinfingers sowie der ulnaren Handkante auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu einem Taubheitsgefühl sowie einer Atrophie (Abbau) bzw. Lähmung der Handbinnenmuskulatur, bis hin zum Auftreten einer typischen Krallenhand kommen.

Hintergrund und Ursachen

An der Innenseite des Ellenbogens („Musikantenknochen“) verläuft der Nervus ulnaris in einem engen Knochenkanal, welcher durch eine Rinne im Oberarmknochen und eine bindegewebige Bedeckung gebildet wird. Am Ende des Kanals tritt er unter einer kräftigen Faserschicht in den Muskelraum der Unterarmmuskulatur ein. In diesem Bereich kann es zu einer relativen Einengung und damit zu einer Druckschädigung des Nervs kommen. Es kommt zu einer Verminderung der Sensibilität (des Gefühls) im Bereich des Ring- und Kleinfingers sowie der Handkante. Zudem kann eine chronische Druckschädigung des Nervus ulnaris zu erheblichen funktionellen Einschränkungen der Fingerbewegung führen.

Bei der häufigsten Form des Kubitaltunnelsyndroms ist keine spezifische Ursache bekannt. Ein Kubitaltunnelsyndrom kann jedoch auch durch eine Verletzung im Bereich des knöchernen Kanals des Nervus ulnaris, z.B. bei einer Ellenbogenfraktur, entstehen.

Diagnostik

Neurophysiologische Untersuchungen (EMG/ENG) sind neben einer ausführlichen klinischen Untersuchung vor einer operativen Therapie durchzuführen.

Behandlung des Kubitaltunnelsyndroms

Das Kubitaltunnelsyndrom kann ambulant in Plexusanästhesie oder Narkose operiert werden.

Die operative Behandlung besteht aus der Durchtrennung der über dem Nerv gelegenen Faserschicht und der Beseitigung jeder Einengung im Bereich des Nervenkanals.

Die Erholung des Nervs hängt vom Grad der Schädigung und von deren Dauer ab. Eine vollständige Erholung ist bei einer ausgeprägten motorischen Lähmung unwahrscheinlich, insbesondere wenn die klinischen Beschwerden bereits über einen langen Zeitraum bestanden haben.